Omega-3-Fettsäuren – EPA, DHA und ALA einfach erklärt
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind natürliche Bestandteile biologischer Membranen. Zu den wichtigsten Vertretern zählen Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Während ALA überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt, finden sich EPA und DHA vor allem in Mikroalgen und marinen Organismen. Der menschliche Körper kann EPA und DHA zwar aus ALA bilden, diese Umwandlung ist jedoch begrenzt.
Was sind Omega-3-Fettsäuren?
Omega-3-Fettsäuren sind eine Familie mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Fettsäuren bestehen grundsätzlich aus einer Carboxylgruppe und einer Kohlenwasserstoffkette. Bei ungesättigten Fettsäuren befinden sich eine oder mehrere Doppelbindungen innerhalb dieser Kohlenstoffkette. Charakteristisch für Omega-3-Fettsäuren ist, dass die erste Doppelbindung am dritten Kohlenstoffatom vom Methylende, dem sogenannten Omega-Ende, liegt. Dieses Strukturmerkmal unterscheidet sie beispielsweise von Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren.
Welche Omega-3-Fettsäuren gibt es?
Zur Omega-3-Familie gehören verschiedene Fettsäuren. Biochemisch besonders bedeutsam sind Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Kettenlänge, der Anzahl ihrer Doppelbindungen, ihres natürlichen Vorkommens und ihrer Rolle im Fettstoffwechsel.
Alpha-Linolensäure (ALA)
Alpha-Linolensäure besitzt 18 Kohlenstoffatome und drei Doppelbindungen. Sie ist eine essenzielle Fettsäure. Das bedeutet, dass der menschliche Organismus sie nicht selbst bilden kann und sie deshalb über die Nahrung aufgenommen werden muss. ALA kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln und Ölen vor und bildet die Ausgangssubstanz für die körpereigene Bildung weiterer Omega-3-Fettsäuren.
Eicosapentaensäure (EPA)
Eicosapentaensäure besitzt 20 Kohlenstoffatome und fünf Doppelbindungen. EPA kommt natürlicherweise vor allem in Mikroalgen und marinen Organismen vor. Sie gehört zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren und ist Bestandteil des normalen Fettsäurestoffwechsels.
Docosahexaensäure (DHA)
Docosahexaensäure besitzt 22 Kohlenstoffatome und sechs Doppelbindungen. DHA ist ein charakteristischer Bestandteil biologischer Membranen und kommt unter anderem in hoher Konzentration in den Membranen von Nervenzellen und den Photorezeptoren der Netzhaut vor.
Wie unterscheiden sich ALA, EPA und DHA?
| Fettsäure | Abkürzung | Kohlenstoffatome | Doppelbindungen | Typische Quellen |
|---|---|---|---|---|
| Alpha-Linolensäure | ALA | 18 | 3 | Pflanzliche Öle, Samen, Nüsse |
| Eicosapentaensäure | EPA | 20 | 5 | Mikroalgen, marine Organismen |
| Docosahexaensäure | DHA | 22 | 6 | Mikroalgen, marine Organismen |
Wie bildet der Körper EPA und DHA?
Die Ausgangssubstanz für die körpereigene Bildung langkettiger Omega-3-Fettsäuren ist die essenzielle Alpha-Linolensäure (ALA). Über mehrere enzymatische Schritte kann daraus zunächst Eicosapentaensäure (EPA) und anschließend über weitere Zwischenstufen Docosahexaensäure (DHA) entstehen. An diesen Reaktionen sind unter anderem Desaturasen und Elongasen beteiligt. Die körpereigene Umwandlung von ALA zu EPA und insbesondere zu DHA ist jedoch begrenzt.
Welche Lebensmittel enthalten Omega-3-Fettsäuren?
Pflanzliche Omega-3-Quellen
Zu den pflanzlichen Quellen zählen insbesondere Leinöl, Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse und Rapsöl. Diese Lebensmittel enthalten überwiegend Alpha-Linolensäure (ALA).
EPA und DHA aus marinen Quellen
EPA und DHA kommen natürlicherweise vor allem in Mikroalgen und marinen Organismen vor. Zu den Quellen zählen Mikroalgen, Algenöl und fettreiche Meeresfische. Die ursprünglichen Produzenten von EPA und DHA sind Mikroalgen. Fische nehmen diese Fettsäuren über die marine Nahrungskette auf.
Algenöl oder Fischöl – wo liegt der Unterschied?
Sowohl Fischöl als auch Algenöl können die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA liefern. Während Fischöl aus marinen Fischen gewonnen wird, stammt Algenöl direkt aus Mikroalgen. Algenöl stellt damit eine vegane Quelle für EPA und DHA dar. Für Nahrungsergänzungsmittel werden Mikroalgen unter kontrollierten Bedingungen kultiviert. Aus der Algenbiomasse wird anschließend das Algenöl gewonnen, gereinigt und hinsichtlich seiner Qualität kontrolliert.
Omega-3-Fettsäuren im Stoffwechsel
Nach der Aufnahme werden Omega-3-Fettsäuren im Dünndarm resorbiert, in Chylomikronen eingebaut und über das Lymphsystem in den Blutkreislauf transportiert. Von dort gelangen sie in verschiedene Gewebe. Omega-3-Fettsäuren können in Zellmembranen eingebaut, gespeichert oder im Rahmen des normalen Fettstoffwechsels weiter umgesetzt werden. Nicht benötigte Fettsäuren können unter anderem über die Beta-Oxidation zur Energiegewinnung abgebaut werden.
Omega-3-Fettsäuren sind außerdem Bestandteile der Phospholipide biologischer Membranen. Die Zusammensetzung der Membranlipide unterscheidet sich je nach Gewebe. DHA ist beispielsweise in besonders hoher Konzentration in den Membranen von Nervenzellen und Photorezeptoren der Netzhaut enthalten.
Omega-3 und Omega-6 – was ist der Unterschied?
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren gehören beide zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Der chemische Unterschied liegt in der Position der ersten Doppelbindung: Bei Omega-3-Fettsäuren befindet sie sich am dritten, bei Omega-6-Fettsäuren am sechsten Kohlenstoffatom vom Methylende. Beide Fettsäurefamilien nutzen teilweise dieselben Enzyme des Fettsäurestoffwechsels. Die Stoffwechselwege bleiben jedoch getrennt, da Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im menschlichen Organismus nicht ineinander umgewandelt werden können.
Omega-3 bei RepaVital
RepaVital verwendet für sein Omega-3-Produkt ein veganes Algenöl aus der Mikroalge Schizochytrium sp. als Quelle für DHA und EPA. Die empfohlene Tagesdosis liefert 500 mg DHA und 250 mg EPA. Der eingesetzte Rohstoff wird nach festgelegten Qualitätskriterien ausgewählt und hinsichtlich Identität, Reinheit sowie Zusammensetzung geprüft.
Häufig gestellte Fragen zu Omega-3-Fettsäuren
Was sind Omega-3-Fettsäuren?
Omega-3-Fettsäuren sind eine Familie mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Charakteristisch ist die Lage der ersten Doppelbindung am dritten Kohlenstoffatom vom Methylende der Fettsäurekette.
Welche Omega-3-Fettsäuren sind besonders wichtig?
Zu den biochemisch wichtigsten Vertretern gehören Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).
Was ist der Unterschied zwischen ALA, EPA und DHA?
ALA ist eine essenzielle Omega-3-Fettsäure und kommt überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vor. EPA und DHA sind langkettige Omega-3-Fettsäuren, die natürlicherweise vor allem in Mikroalgen und marinen Organismen vorkommen. Der menschliche Organismus kann EPA und DHA in begrenztem Umfang aus ALA bilden.
Warum enthalten Fische EPA und DHA?
Die ursprünglichen Produzenten dieser Fettsäuren sind Mikroalgen. Fische nehmen EPA und DHA über die marine Nahrungskette auf.
Sind Algenöl und Fischöl vergleichbar?
Beide können die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA liefern. Fischöl wird aus marinen Fischen gewonnen, während Algenöl direkt aus Mikroalgen stammt und damit eine vegane Quelle darstellt.
Was bedeutet „mehrfach ungesättigt"?
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren besitzen zwei oder mehr Doppelbindungen innerhalb ihrer Kohlenstoffkette. Anzahl und Position der Doppelbindungen bestimmen ihre chemischen Eigenschaften.
Welche Mikroalge verwendet RepaVital?
RepaVital verwendet für sein Omega-3-Produkt ein Algenöl aus der Mikroalge Schizochytrium sp. als vegane Quelle für DHA und EPA.