
Artischocke (Cynara scolymus)
Die Artischocke (Cynara scolymus) ist eine distelartige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihr Ursprung liegt im Mittelmeerraum, wo sie sowohl als Nahrungsmittel als auch in der traditionellen Pflanzenkunde geschätzt wird.
Während der fleischige Blütenboden und die unteren Teile der Hüllblätter als Gemüse verzehrt werden, stehen für die Nutzung in der Pflanzenheilkunde vor allem die Blätter im Fokus.
Botanische Merkmale
Die Artischocke (Cynara scolymus) ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Asteraceae (Korbblütler) und kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Ihre großflächigen, tief eingeschnittenen Blätter sind grau-grün gefärbt und filzig behaart. Charakteristisch sind die eindrucksvollen, violettblauen Röhrenblüten, die sich in kugeligen Blütenköpfen sammeln. Als Frucht bildet die Artischocke sogenannte Achänen (Schließfrüchte) aus. Die Blätter werden idealerweise vor der Blütezeit geerntet, da zu diesem Zeitpunkt der Gehalt an Bitterstoffen besonders hoch ist. Sie sind reich an Bitterstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die in der überlieferten Anwendung mit Leber-, Gallen- und Verdauungsfunktionen in Verbindung gebracht werden.
Inhaltsstoffe der Pflanze
Hauptinhaltsstoffe der Artischockenblätter sind:
- Cynarin – ein charakteristisch bitter schmeckender Kaffeesäureester
- Flavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften in vitro
- Kaffeesäurederivate wie Chlorogensäure
Die Blätter enthalten zudem geringe Mengen ätherischer Öle und Mineralstoffe. Für Nahrungsergänzungsmittel werden standardisierte Extrakte eingesetzt, um definierte Gehalte an wichtigen Inhaltsstoffen zu gewährleisten.
Traditionelle Nutzung
In der europäischen Pflanzenheilkunde – besonders im Mittelmeerraum – werden Artischockenblätter traditionell zur Unterstützung von Leber- und Gallenfunktion sowie zur Förderung der Fettverdauung verwendet.
Diese Angaben beruhen auf historischer Überlieferung (u. a. Klostermedizin, Kommission-E-Monographien) und stellen keine medizinischen Wirkversprechen dar.
Herkunft und Verarbeitung
Artischocken werden überwiegend in mediterranen Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich und der Türkei angebaut. Für die Herstellung von Extrakten werden vor allem die Blätter geerntet, getrocknet und in schonenden Verfahren verarbeitet, um die empfindlichen Inhaltsstoffe zu erhalten.
Anbau
Die Pflanze gedeiht am besten in sonnigen Lagen mit gut durchlässigen Böden. Besonderer Anbau umfasst Fruchtfolgen und eine reduzierte Nutzung von Pflanzenschutzmitteln. Für hochwertige Extrakte ist die kontrollierte Herkunft entscheidend.
Forschung und Literatur
Die moderne Forschung untersucht Artischockenblattextrakt (ALE) in verschiedenen Bereichen:
- Verdauung & Gallenfunktion: Holtmann et al. (2003) fanden in einer placebokontrollierten Studie mit 247 Personen positive Effekte bei funktionellen Verdauungsbeschwerden.
- Blutfettwerte: Pittler et al. (2002) identifizierten in einer Metaanalyse Hinweise auf eine Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin.
- Lebergesundheit (präklinisch): Zapolska-Downar et al. (2005) berichteten über antioxidative und leberschützende Effekte in Tiermodellen.
Diese Studien dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Einordnung und sind keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.
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- Glutenfrei
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RepaHepar ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Die beschriebenen Eigenschaften beruhen auf traditioneller Anwendung und/oder wissenschaftlicher Literatur, nicht auf zugelassenen Health Claims.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worin liegt der Unterschied zwischen Artischockenextrakt
und dem Gemüse?
Der Extrakt stammt aus den Blättern, nicht aus dem essbaren Blütenboden. Die Blätter enthalten höhere Mengen an Bitterstoffen wie Cynarin.
Wofür wird Artischockenextrakt traditionell eingesetzt?
Traditionell zur Unterstützung von Leber-, Gallen- und Fettverdauungsfunktionen – auf Grundlage historischer Überlieferung, nicht als zugelassener Health Claim.
Gibt es Gegenanzeigen?
Nicht empfohlen bei Gallenwegsverschluss oder bestehenden Gallensteinen. Bei Korbblütler-Allergie Vorsicht.
Ist der Extrakt für Schwangere geeignet?
Für Schwangere, Stillende und Kinder liegen keine ausreichenden Daten vor – Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache.
Kann Artischockenextrakt langfristig eingenommen werden?
Bei guter Verträglichkeit ist sowohl eine kurweise als auch längerfristige Einnahme möglich. Individuelle Reaktionen sollten beachtet werden.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Information über pflanzliche Inhaltsstoffe auf Basis wissenschaftlicher Literatur und traditioneller Überlieferung.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und nicht zur Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt.
Transparenzhinweis
Die Produktnennungen in diesem Beitrag beziehen sich auf Erzeugnisse aus unserem eigenen Sortiment. Durch den Verkauf dieser Produkte erzielen wir Einnahmen. Angaben gemäß § 5a UWG und § 3 HWG.
Die in diesem Beitrag verwendeten Pflanzenbilder sind Symbolabbildungen. Sie wurden mit Unterstützung von KI erstellt und dienen ausschließlich der Illustration. Abweichungen zur natürlichen Darstellung sind möglich.